Magazin INNOVATION
  • Bastian Hosan
  • 18.04.2024

Serie: Der Blick in die Zukunft – Szenarios

Auf den SpaceWalk Talks, unserer Zukunftskonferenz nehmen wir dich mit auf eine Reise ins Morgen. Mit dieser Artikelserie zeigen wir dir, wie du deine Zukunft gestalten kannst. Der Schwerpunkt heute: Szenarios.

Um es kurz zu sagen: Szenarios sind eine Möglichkeit, Zukünfte zu entwerfen. Zukünfte, also Plural? Ja, das ist schon richtig so, und bricht gleichzeitig mit dem, was viele über die Zukunft denken.

Es gibt nicht die eine, statisch auf uns zukommende Zukunft. Es gibt viele Varianten, Möglichkeiten und Ideen von Zukunft, die dann möglich sind, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Oder eben nicht, wer weiß das schon?! Wir, wenn wir mit der Szenario-Methode arbeiten.

Diese Technik macht möglich, dass diese Zukünfte nicht einfach auf uns zukommen, sondern wir auf sie.

Warum brauchen wir die Szenario-Methode?

Die Szenario-Methodik eignet sich vor allem, um zu ergründen, was unter bestimmten Bedingungen möglich ist. Digitalisierung, Pandemie, Kriege und Transformationsprozesse – die Szenario-Technik gibt uns die Möglichkeit, herauszufinden, wie sich all diese Entwicklungen aufeinander auswirken. Sie lässt uns überlegen, was realistische, wahrscheinliche oder wünschenswerte Zukünfte sind.

Warum befassen wir uns mit der Zukunft?

Zukünfte sind seit jeher eine Projektionsfläche für Ängste, Pläne und Hoffnungen der Menschen. Sie haben versucht, der Zukunft mit Sehern oder Orakeln nahezukommen, mit dem Lesen der Sterne oder mit dem Entwerfen von Utopien.

Was viele übersehen: Das Zukunftsdenken spielt im Alltag, vor allem im wirtschaftlichen, eine erhebliche Rolle. Wer investiert, denkt bereits nach vorn. Wer nach Trends sucht, blickt in die Zukunft.

In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, auch über die Gestaltbarkeit der Zukunft nachzudenken. Wie wollen wir in Zukunft leben, arbeiten, lieben? Diese Frage kann, so einfach sie zuerst klingt, eine starke Triebfeder für den Gang nach vorne sein.

Was uns klar sein muss, ist, dass sich Zukünfte an sich nicht vorhersehen lassen. Das heißt, dass wir sehr wahrscheinlich nicht jede Entwicklung im Voraus sehen werden. Was wir sehen, sind Entwicklungen, die von unserem gegenwärtigen Standpunkt aus erkenn- und analysierbar sind.

Die Zukunftsforschung und mit ihr die Szenario-Methode ist dafür da, Handlungswissen zu generieren – Unternehmen können so aus dem Jetzt nach vorne denken.

Szenarios bieten keinen Blick in eine zukünftige Gegenwart. Sie bieten einen Blick in gegenwärtige Zukünfte.

Die Szenariotechnik bietet dabei die Möglichkeit, frei und kreativ mit der Zukunft umzugehen. Seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, mag für manche Unternehmen eine neue Erfahrung sein. Diese ungewohnte, offene Denkweise und das Brainstorming sind jedoch der Schlüssel, Entwicklungen in der Zukunft zu antizipieren. Aber: Die Szenariotechnik dient nicht so sehr dem Generieren neuen Wissens, sondern vielmehr der Strukturierung des bereits vorhandenen.

So könnt ihr Szenarien in einem Teamworkshop entwickeln:

  • Problemanalyse und IST-Beschreibung: Zuerst wird das zu diskutierende Thema eingeführt, damit alle Teilnehmenden verstehen, worum es geht. Verschiedene Medien wie Vorträge, Texte oder Poster können verwendet werden, um den Rahmen zu setzen. In dieser Phase werden auch kritische Fragen gestellt, um das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zum Beispiel: Warum wird ein bestimmtes Thema als problematisch gesehen und welche Ursachen und Folgen es hat.
  • Einflussfaktoren und Wirkungsanalyse: Nachdem das Problem verstanden wurde, leitet das Team Forschungsfragen ab, um tiefere Einblicke zu gewinnen. Durch die Analyse von Einflussfaktoren und deren Wirkungen, oft visualisiert durch Diagramme oder Mindmaps, wird ein Systemmodell erstellt, das zeigt, wie verschiedene Faktoren zusammenhängen.
  • Trends und Kenngrößen sammeln: Die Teilnehmenden beschreiben dann die identifizierten Einflussfaktoren mit spezifischen Daten und Prognosen, um ein umfassendes Bild der möglichen Zukunft zu entwickeln. Diese Phase beinhaltet oft Recherchen in Datenbanken oder anderen Informationsquellen.
  • Szenarioentwicklung: Basierend auf den gesammelten Informationen werden zwei extreme Szenarien entwickelt: ein positives und ein negatives. Diese Szenarien helfen, die Bandbreite möglicher Zukünfte zu verstehen und sind kreativ in verschiedenen Formaten darstellbar.
  • Interpretation und Handlungsempfehlungen: Nach der Präsentation der Szenarien diskutieren die Teilnehmenden die Ergebnisse und überlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um erwünschte Entwicklungen zu fördern oder unerwünschte zu verhindern. Es werden konkrete Schritte und Strategien entwickelt, wer was tun sollte.
  • Abschlussrunde: Am Ende gibt es eine Feedback-Runde, in der die Teilnehmer reflektieren, was sie aus dem Workshop mitnehmen und was in Zukunft verbessert werden könnte.

 

 

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